Ein im Becken befindliches dehnbares Organ, in dem der Urin gesammelt wird. Über zwei lange Hohlkanäle, die Ureter, ist die Blase mit den Nieren verbunden. Die Ausscheidung des Urins findet über die Harnröhre, die Urethra, statt. Beim Mann ist die Urethra direkt mit dem Geschlechtsteil verbunden, da sie in der Penis-Mitte verläuft. Bei der Frau mündet die Urethra zwischen Klitoris und Vagina-Öffnung.

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Das sind die ersten Symptome einer Blasenentzündung

Ganz am Anfang macht sich eine Blasenentzündung meist durch ein verändertes Toilettenverhalten bemerkbar. Man spürt vermehrten Harndrang, doch auf der Toilette kommt nur eine kleine Menge Urin. Auch brennende Schmerzen beim Wasserlassen gehören zu den Anzeichen einer Blasenentzündung. Es lohnt sich außerdem, einen Blick auf den Urin zu werfen, der oft getrübt ist und anders riecht als üblich. Im Alltag macht sich eine Blasenentzündung zudem kenntlich durch Schmerzen im Unterbauch oder unangenehmen Juckreiz im Intimbereich. Auch kann es dazu kommen, dass aus Versehen etwas Urin in der Unterwäsche landet, weil man den Harndrang nicht rechtzeitig kontrollieren konnte.

Wann sollte man zum Arzt?

Ist die Entzündung schon weiter fortgeschritten, kann es auch vorkommen, dass Blut im Urin entdeckt wird. Weitere Symptome sind Beschwerden, die an eine grippale Infektion erinnern: Fieber, Schüttelfrost und Erbrechen. Spätestens dann, wenn krampfartige Schmerzen in der Nierengegend auftauchen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Während die ersten Symptome auch mit Hausmitteln bekämpft werden können und recht harmlos sind, sollte man bei einer fortgeschrittenen Blasenentzündung mit grippeähnlichen Symptomen weitere Maßnahmen ergreifen. Dann ist eine medikamentöse Behandlung durch den Arzt unumgänglich. Wird die Blasenentzündung nämlich verschleppt und nicht rechtzeitig behandelt, können die Erreger bis zur Niere hochsteigen – und eine Nierenbeckenentzündung zur Folge haben, die sehr schmerzhaft verlaufen kann.

Risikofaktoren: Wie kommt es zu einer Blasenentzündung?

In seltenen Fällen können auch Viren, Pilze oder Parasiten als Erreger einer Zystitis verantwortlich sein – in der Regel sind jedoch Darmbakterien namens Escheria Coli Schuld an einer Harnröhrenentzündung. Risikofaktoren, die eine Blasenentzündung begünstigen sind:

  • unter- oder übertriebene Hygiene des Intimbereichs
  • falsche Slips und Slipeinlagen
  • geschwächtes Immunsystem und Unterkühlung des Körpers
  • häufiger Geschlechtsverkehr
  • veränderter Hormonhaushalt bei einer Schwangerschaft
  • vergrößerte Prostata bei Männern
  • Blasenkatheter

Was tun bei einer Blasenentzündung? Hausmittel und Tipps

Sind die Symptome recht harmlos, kann man auch mit Hausmitteln gegen das sogenannte „Honeymoon-Syndrom“ vorgehen. Das beste und dabei einfachste Hausmittel ist viel Flüssigkeit: So sollte pro Tag zwei bis drei Liter getrunken werden, um die Keime aus dem Körper zu spülen. Hierfür eignen sich warme Nieren- und Blasentees, die in Drogerien, Reformhäusern und Apotheken erhältlich sind. Aber auch eine Wärmflasche und warme Sitzbäder können die Beschwerden lindern, da sie die Blase entspannen und so die Schmerzen lindern.